DOI: 10.21637/GT.2013.2-3.04.


Die Untersuchung des ungarischen Familienförderungssystems aus der Sicht der aktuellen demographischen Trends

Investigation of the Hungarian family support system from the per-spective of demographic trends


ZÁVECZ, Szilvia


Der Rückgang der Bevölkerungszahl und die steigende Rate der Kinderarmut stellen immer größere soziale und fiskalische Herausforderungen in den meisten europäischen Ländern, darunter auch in Ungarn dar. Das Familienförderungssystem könnte dazu beitragen, diese negativen Trends zu stoppen und sowohl die Fertilitätsrate zu erhöhen als auch die Ursachen sozialer Probleme wie Kinderarmut zu beheben. Ungarn hat ein relativ großzügiges Familienförderungssystem. Unter den Visegrad-Staaten gibt Ungarn am meisten für die Förderung von Familien aus (2,9% des BIP in Jahr 2010) und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt, trotzdem blieben bisher die erwarteten positiven Auswirkungen aus. Somit stellt sich für die Forschung die Frage, ob die negativen Trends mit einem Förderungssystem wirklich beeinflusst werden können und ob eine signifikante Verbindung zwischen der Höhe der Familienförderung und der Fertilität besteht? Wenn sich die finanzielle Förderung von Familien nicht auf die Fertilitätsrate auswirkt, mit welchen anderen Mittel könnte dann das Wachstum der Geburtenrate erreicht werden, damit die Finanzierung der Wohlfahrtsstaaten auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Von meinen Forschungsergebnissen ausgehend schlage ich realisierbare Veränderungen in der Familienpolitik vor, welche auch unter der Bedingung eines knappen staatlichen Budgets eine wirksame (gezielte und effektive) Umverteilung garantieren können.

KEYWORDS: Familienförderung, Alterung der Gesellschaft, Fertilitätsrate, Wohlfahrtstaat

The decrease of the population and the increasing rate of child poverty pose to increasingly serious social and fiscal challenges most European countries, including Hungary. To reverse the adverse changes the family support system could be a solution, which could both increase the productivity and target several different causes of social problems such as child poverty. Hungary has a relatively generous family support system. Among the Visegrad countries spends Hungary the most for family support purposes (in 2010: 2.9% of the GDP), and moves well about the average EU level, despite the results are lower than expected. Thus arises the question of the research, could the support systems really influence the negative trends, is there any significant relationship between the amounts spent on family support and the fertility? If the family supports have no effect on fertility, with what other tool could be an increase in the fertility rate archive, in order to the future financing of the welfare state. Based on the research results, I propose feasible adjustments in the family policy, which can ensure the effective implementation of the (targeted and effective) redistribution under tighter government budget.

KEYWORDS: family support, aging society, fertility, welfare state


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